Motorsensen, Trimmer und auch Freischneider können bei vielen Arbeiten im Garten sehr hilfreich sein. Doch hierbei sollten Sie immer auf einen richtigen Umgang achten. Denn nur dann lassen sich Schäden und Verletzungen vermeiden.

Schutzkleidung und Schutzausrüstung

Sehr viele Unfälle bei Gartenarbeiten entstehen dadurch, dass die Gärtner nicht die passende Kleidung beziehungsweise Schutzausrüstung tragen. Letztere kann dabei helfen, solche Vorfälle zu vermeiden oder wenigstens etwas abzumildern. Die Kleidung sollte bei der Verwendung eines Trimmers möglichst alle Körperteile abdecken. Das bedeutet, dass Sie hierbei am besten keine Shorts, T-Shirts oder andere kurze Anziehsachen tragen. Darüber hinaus sollte das Schuhwerk geschlossen sein. Sandalen oder Flip-Flops eignen sich daher nicht für diese Zwecke. Grundsätzlich sollte die Kleidung eng ansitzen aber dennoch ausreichend Bewegungsfreiheit lassen.

An dieser dürfen keine flatternden Teile herunterhängen, wie zum Beispiel Bänder, Schmuck oder Schals. Denn diese könnten sich unter Umständen in dem Gerät verfangen, was durchaus gefährlich sein kann. Wenn Sie lange Haare haben, stecken Sie diese am besten hoch oder tragen eine Mütze. Schützen Sie zudem Ihre Hände mit robusten Handschuhen aus festem Leder vor allem umherfliegenden und aufgewirbelten Gegenständen, wie zum Beispiel vor kleinen Steinen oder Holz.

Darüber hinaus sollten Sie auch an Ihre Augen denken. Diese sind sehr empfindlich und es reicht schon ein kleiner Ast aus, um schwerwiegende Verletzung zu erzeugen. Um diese zu verhindern, sollten Sie eine Schutzbrille tragen. Unter dieser sind Ihre Augen sehr gut geschützt. Wenn Sie mit einer recht lauten Motor-Sense arbeiten, macht zudem auch ein Gehörschutz Sinn.

Wie startet man eine Motorsense?

Benzin-Motorsensen sind besonders leistungsstark und schneiden auch problemlos durch dichteres Gestrüpp.

1. Akku-Motorsense

Motor-Sensen können mit Strom, mit Benzin und auch mit Akku betrieben werden. Die Batterie-Variante hat den Vorteil, dass sie sehr flexibel eingesetzt werden kann. Hochwertige Modelle können problemlos einige Stunden am Stück arbeiten, bevor der Akku wieder geladen werden muss. Dennoch macht es Sinn, immer eine Ersatzbatterie zur Hand zu haben. Dadurch müssen Sie Ihre Arbeit nicht unterbrechen, wenn sich der andere Akku doch einmal schneller als gedacht leert. Gestartet werden diese Geräte durch einen einfachen Knopfdruck. Auch dies ist ein Vorteil gegenüber der Benzin-Variante.

2. Benzin-Motorsense

Benzin-Motorsensen werden sehr häufig verwendet und kommen unter anderem auch im professionellen Gartenbau wie auch in der Landschaftspflege zum Einsatz. Sie sind sehr leistungsstark und können daher auch problemlos dichteres Gestrüpp schneiden. Die unterschiedlichen Modelle verfügen über unterschiedlich große Tanks mit Volumen zwischen 0,5 Litern und 1,5 Litern. Der Nachteil der Benzin-Variante ist, dass sie recht schwer ist und immer mit Benzin befüllt werden muss. Der Kraftstoff ist nicht wie bei der Akku-Motorsense immer vorhanden, was durch ein Problem sein kann. Auch das Starten gestaltet sich als deutlich aufwendiger.

So wird die Benzin-Motorsense zunächst auf den Boden gelegt. Dann drücken Sie erst den Gashebelsperre und dann den Gashebel und halten Sie dann beide Hebel gedrückt. Bei vielen Modellen muss dann auch noch die Kraftstoffpumpe gedrückt beziehungsweise aktiviert werden. Jetzt ziehen Sie das Anwerfseil und halten das Gerät mit der freien Hand fest. Sobald der Motor läuft, heben Sie den Trimmer vom Boden hoch und können Ihre Arbeit beginnen.

Sicherheit im Umgang mit der Motorsense

Achten Sie bei der Arbeit mit einem Motor-Trimmer immer auf Ihre direkte Umgebung.

Lassen Sie sich nicht ablenken und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Denn sonst könnten schnell schwere Unfälle entstehen.

Tragen Sie unbedingt auch die passende Kleidung (siehe oben), um Verletzungen zu vermeiden oder wenigstens abzumildern.

Darüber hinaus macht es Sinn, vor dem Schneiden des Rasens nach größeren Steinen zu schauen. Denn wenn diese von der Sense unkontrolliert aufgewirbelt werden, könnte dies sehr gefährlich sein. Dadurch stellen Sie für Sie wie auch für andere Menschen eine durchaus ernste Verletzungsgefahr dar. Die Berufsgenossenschaft empfiehlt hierbei einen Sicherheitsradius von mindestens 15 Metern um den Arbeitsplatz.

Verwenden Sie beim Schneiden des Grases beziehungsweise des Gestrüppes einen bequemen aber dennoch auch robusten Tragegurt. Mit ihm können Sie die Motor-Sense leichter dirigieren und sie werden nicht so schnell müde, da Sie sie nicht die ganze Zeit selber halten müssen. Sehr praktisch sind in diesem Zusammenhang doppelschultrige Tragegeschirre, die ähnlich wie ein normaler Rucksack funktionieren. Zudem schonen Sie Ihren Rücken und auch Ihre Gelenke, da das Gewicht ideal verteilt wird.

Mähen in unterschiedlichem Gelände

Je nachdem, in welchem Gelände Sie das Gras oder Gestrüpp schneiden wollen, sollten Sie hierbei die Technik etwas anpassen. Unten wird beschrieben, was Sie auf welchen Untergründen beachten sollten, um dennoch das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Die Grundtechnik

Das Schneidwerkzeug dreht sich bei einer Motor-Sense im Uhrzeigersinn. Daher sollten Sie von rechts nach links mähen. Denn dadurch fällt das Schnittgut auf die geschnittene Fläche und nicht etwa auf Wege oder Beete. Dadurch wissen Sie immer, welche Bereiche Sie bereits bearbeitet haben und welche noch nicht.

Hohes Gras schneiden

Bei besonders hohem Gras und hartnäckigem Unkraut können Sie dagegen auch in zwei Richtungen mähen. Bewegen Sie die Sense von links nach rechts, um den oberen Teil des jeweiligen Schnittguts zu schneiden. Den Rest entfernen Sie dann mit der entgegengesetzten Bewegung.

Große Flächen schneiden

Wenn Sie sehr große Flächen mit der Motor-Sense bearbeiten wollen, können Sie die sogenannte Quadrat-Methode anwenden. Wie der Name bereits erahnen lässt, teilen Sie den Bereich in eine viereckige Form auf. Dieses Quadrat arbeiten Sie dann zunächst an den Außenseiten ab und arbeiten sich dann bis zur Mitte vor.

Der Trimmer am Hang

Soll ein Hang von Gras, Gestrüpp oder Unkraut befreit werden, sollten Sie sich Streifen für Streifen vorarbeiten. Den Ersten mähen Sie parallel zu dem Hügel und gehen dann in diesem zurück. Dann schneiden Sie den nächsten, darüber liegenden Streifen. Dadurch fällt auch hier das Schnittgut immer in den bereits gemähten Bereich.

Alle Hindernisse gekonnt meistern

Im einem Garten gibt es zumeist nicht nur eine Wiese, die mit dem Trimmer bearbeitet werden muss. Vielmehr haben Sie sicherlich auch einige Bäume und Büsche, die nicht geschnitten werden sollen. Um diese und dessen Äste und Stämme nicht zu verletzen, sollten Sie ein Modell mit Mähfaden verwenden. Wenn mehrere Pflanzen in sehr geringen Abständen zueinander stehen, kann das sogenannte Auskesseln sehr praktisch sein.

Dafür nutzen Sie den am besten den Schutz des Trimmers als Orientierung. Führen Sie ihn an den Stämmen vorbei und bewegen Sie sich langsam um die Büsche herum. Dadurch bleiben die Pflanzen geschützt und Sie können dennoch die diese umgebende Fläche mähen.

Motorsense bei nassem Gras verwenden

Nicht selten bleibt das Gras im Herbst und im Frühjahr aber durchaus auch zu anderen Jahreszeiten längere Zeit feucht, da es immer wieder regnet. Viele Hobbygärtner verzichten in dieser Zeit lieber auf das Mähern und Trimmen des Grases, da sie befürchten, dass sie das Gerät dadurch beschädigen würden. Dabei ist es durchaus möglich, diese Arbeit auch bei nassem Gras durchzuführen. Allerdings sollten Sie die folgenden Tipps beachten:

Sehr wichtig ist, dass Sie das zu mähende Gras einige Minuten vorher nicht betreten. Denn dadurch würde es noch noch mehr erschwert werden. Rechnen Sie zudem auch mehr Zeit für die Arbeit ein als bei einer trockenen Wiese. Machen Sie sich auch klar, dass das Mähern durchaus auch etwas anstrengender ist. Gönnen Sie sich daher immer Mal wieder eine Pause und erholen Sie sich. Geduld ist grundsätzlich bei der Gartenarbeit ein sehr guter Ratgeber. Denn wer hektisch ist, erzielt zumeist nicht das gewünschte Ergebnis und macht zudem auch deutlich schneller Fehler.

Nicht nur Sie schöpfen neue Kraft, auch die Sense kann sich etwas abkühlen. Denn in feuchtem Gras muss auch sie mehr leisten und läuft daher schneller heiß. Fühlen Sie daher immer Mal wieder, wie sich das Gerät anfühlt.

Eine gute Alternative ist es zudem, zu warten, bis das Gras trocken ist. Dann gelingt die Arbeit schneller und sie rutschen zudem auch nicht so schnell aus.

Lärmbelästigung beachten

Beachten Sie beim Rasenmähen wie auch beim Trimmen des Rasens, dass die Geräte einen nicht zu vernachlässigenden Lärmpegel von über 100 Dezibel erreichen können. Somit könnten sich die Nachbarn in der Mittagszeit oder auch am Wochenende gestört fühlen. Verwenden Sie die Sense daher nur in den gesetzlich vorgeschriebenen Zeiten. Hierbei können Sie sich an die Maschinenlärmschutzverordnung aus dem Jahr 2002 orientieren. Diese ist bundesweit gültig, kann aber theoretisch durch bestimmte regionale Bestimmungen verändert und angepasst werden. In der Verordnung steht unter anderem, dass Freischneider wie auch Motorsensen am Morgen zwischen neun Uhr und zwölf Uhr und am Nachmittag zwischen fünfzehn Uhr und siebzehn Uhr verwendet werden dürfen.

Vor allem die benzinbetriebene Motorsense ist sehr laut und kann bis zu 110 Dezibel an Lärm erzeugen. Modelle, die mit Strom oder Akkus arbeiten, sind dagegen etwas leiser. Zum eigenen Schutz sollten Sie bei der Arbeit auch immer einen Gehörschutz tragen.

Lagerung im Winter

Jedes Gartengerät sollte nach der Saison gereinigt und für die Lagerung im Winter vorbereitet werden. Das gilt natürlich auch für die Motorsense. Wenn Sie die folgenden Tipps beachten, springt das Gerät auch im nächsten Jahr wieder an.

1. Den Tank leeren

Nach der letzten Verwendung sollten Sie den Tank ausschütten. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass Sie auch den Vergaser leer fahren, indem Sie ihn im Leerlauf laufen lassen, bis der Motor nicht mehr arbeitet. Dann kontrollieren Sie das Gerät noch auf eventuelle Verschmutzungen und beseitigen Sie diese.

2. Kontrollieren Sie die Zündkerze

Entnehmen Sie die Zündkerze aus der Motorsense und schauen Sie sie genau an. Erkennen Sie einige braune Elektronen, funktioniert diese einwandfrei. Sieht sie hingegen ganz anders aus, sollten Sie sie reinigen oder gegebenenfalls auch komplett austauschen.

3. Überprüfen Sie die Metallwerkzeuge

Entfernen Sie das Schneidwerkzeug und säubern Sie es unter laufendem Wasser. Dann sollten Sie noch überprüfen, ob Sie Beschädigungen erkennen. Ist das nicht der Fall, tragen Sie einen Korrosionsschutz auf. Zudem macht es Sinn, die Schneidwerkzeuge regelmäßig von einer Fachfirma schärfen zu lassen.

4. Lagern Sie den Mähfaden an einem feuchten Ort

Um den Mähfaden auch im nächsten Jahr noch elastisch zu halten, sollten Sie die Fadenspule aus dem Mähkopf entfernen und Letzteren dann an einem feuchten Platz lagern. Ungefähr zwei oder drei Tage vor Beginn der neuen Saison legen Sie den Faden dann in eine Schüssel mit Wasser. Dadurch bleibt er flexibel und geschmeidig und reißt nicht so schnell.

5. Hängen Sie die Motorsensen platzsparend auf

Nachdem Sie die Motorsense gereinigt und für den Winter vorbereitet haben, bewahren Sie sie am besten an einem geschützten und trockenen Ort auf. Hängen Sie sie hierfür platzsparend an einer Wand zum Beispiel in einer Garage oder in einem Schuppen auf.

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