Rasenkanten brauchen regelmäßig Pflege. Wenn Sie diese nicht immer wieder in die Schranken weisen, wachsen sie schnell in die direkt angrenzenden Beete. Das gilt es natürlich zu vermeiden.

Sie können die Rasenkante auf unterschiedliche Weise schneiden und mit einigen einfachen Tricks verhindern, dass diese sich zu weit ausbreitet.

Wie funktioniert das Rasenkanten schneiden?

Bevor Sie die Rasenkanten schneiden, sollten Sie erst einige Vorbereitungen treffen. Denn nur dann erreichen Sie das gewünschte Ergebnis. Zunächst einmal kürzen Sie die Kanten erst so weit es eben geht mit Ihrem Rasenmäher. Die meisten Modelle können auch sehr nah an den Umrandungen entlang schneiden. Dadurch haben Sie die Möglichkeit an Mauern und Wänden das Gras zu kürzen. Leider sind noch nicht alle Rasenmäherroboter dazu in der Lage. Daher nutzen Sie für die Vorarbeit besser einen normalen Mäher. Wollen Sie den Rasen später auch noch vertikutieren, sollten Sie das erst nach dem Schneiden tun.

Nachdem Sie das lange Gras so gut es eben geht entfernt haben, kommt der Kantenschneider zum Einsatz. Bei den meisten dieser Geräte kann die Schnitthöhe ganz nach Belieben eingestellt werden. Ein sehr wichtiger Punkt, den Sie beim Rasenkanten schneiden beachten sollten, ist die Sicherheit. So sollten Sie bei dieser Arbeit immer eine Schutzbrille tragen. Denn beim Schneiden des Rasens werden immer wieder kleine Steine und Staub aufgewirbelt, was in erster Linie für die Augen gefährlich sein kann.

Darüber hinaus sollten Sie sich vor der Arbeit überlegen, welches Gerät sich für Ihre Zwecke am besten eignet.

Welche Geräte können verwendet werden?

Vor dem Rasenkantenschneiden müssen die Kanten soweit es geht mit einem klassischen Mäher gekürzt werden.

Wenn Sie nur einige Stellen an der Rasenkante nacharbeiten wollen, ist die manuell oder mit einem Elektromotor betriebene Grasschere die richtige Wahl. Mit ihr erreichen Sie auch schwer zugängliche Stellen und sorgen dadurch für einen Feinschliff. Einige Modelle können Sie praktischerweise auch noch mit einer Teleskopstange ausstatten.

Dadurch gelingt Ihnen das Rasenkanten schneiden ohne Bücken. Das ist gerade dann von Vorteil, wenn Sie unter Rückenschmerzen leiden und können verhindern, dass diese überhaupt erst entstehen. Darüber hinaus gibt es auch noch einige weitere praktische Gartenwerkzeuge, die sich für diese Zwecke eignen.

Der Rasentrimmer ist die richtige Wahl bei hohem Gras

Mit dem Rasentrimmer können Sie auch problemlos hohes und zumeist auch nasses Gras schneiden. Denn dieses Gerät arbeitet mit einem schnell rotierenden Kunststofffaden und hat in vielen Fällen einen schwenkbaren Kopf. Letzterer erreicht auch schwer erreichbare Stellen an der Rasenkante. Sehr praktisch ist es, wenn auch ein sogenannter Pflanzenschutzbügel mit an Bord ist. Denn dieser sorgt für den nötigen Abstand zu allen Blumenbeeten.

Mit der Motorsense Wildwuchs bekämpfen

Motorsensen und auch sogenannte Balkenmäher verfügen zumeist über eine große Leistung und können daher auch hartnäckigen Wildwuchs effektiv entfernen. Viele dieser Geräte arbeiten mit einem Faden-System, andere haben dagegen sogar richtige Messer und arbeiten dadurch noch genauer. Motorsensen können mit Strom, Benzin oder auch mit einem Akku betrieben werden.

Die Grasschere

Die oben erwähnte Grasschere ist der Klassiker unter den Gartenwerkzeugen, die zum Rasenkanten schneiden genutzt werden können. Sie eignet sich in erster Linie für die Nacharbeiten und den Feinschliff. Einige Modelle werden ganz einfach mit der Hand bedient, andere verfügen dagegen über einen Motor, der die Arbeit noch weiter erleichtert.

Tipps für saubere Rasenkanten

1. Die Arbeit gut planen

Wenn Sie eine neue Rasenfläche anlegen, sollten Sie dabei keine Steine, Stufen und auch keine anderen Hindernisse verwenden. Denn diese könnten zum einen das Schneiden erschweren und können zum anderen auch nur sehr schwer mit dem Trimmer beziehungsweise mit dem Rasenmäher erreicht werden. Sorgen Sie stattdessen dafür, dass zwischen dem Beet und der Wiese ein möglichst glatter Übergang entsteht. Das wird dann als sogenannter englischer Garten bezeichnet, erleichtert Ihnen die Arbeit und sorgt auch optisch für einen echten Hingucker.

2. Richtiges Anpflanzen

Wollen Sie die Beete mit Blumen und Stauden bepflanzen, achten Sie dabei unbedingt, dass die Pflanzen später nicht zu nah am Rasen stehen. Denn sonst würde die Gefahr bestehen, dass sie beim Trimmen der Kante beschädigt oder sogar ganz abgeschnitten werden.

3. Ebene Flächen mit einem Rasenmäher bearbeiten

Wenn Ihr Rasen recht eben ist, sollten Sie die Kante in regelmäßigen Abständen schneiden. Denn dadurch verhindern Sie, dass die Gräser wie auch die Wurzeln über diese wachsen. Fahren Sie mit dem Trimmer oder auch dem Mäher die Rasenkante einmal in der Woche ab und entfernen Sie so alle langen Grashalme.

4. Rasenkanten mit Kantensteinen richtig kürzen

Ist Ihr Rasen nicht eben, sollten Sie ihn mit einer Grasschere oder aber mit einem Kantenschneider kürzen. Denn Trimmer und Mäher kommen hierbei schnell an ihre Grenzen.

5. Erst die Kante schneiden, dann die restlichen Bereiche bearbeiten

Wenn Sie auch den restlichen Rasen mähen wollen, sollten Sie zuerst die Kanten schneiden. Denn dann können Sie das Schnittgut mit einem Rechen auf die Wiese ziehen. Anschließend zerkleinern Sie es mit dem Rasenmäher und nehmen es mit ihm auf. Dadurch sparen Sie Zeit und können diese stattdessen für andere Arbeiten im Garten nutzen.

6. In regelmäßigen Abständen die Rasenkante abstechen

Um zu verhindern, dass die Rasenkante zu lang wird und dann irgendwann nicht mehr von der eigentlichen Rasenfläche unterschieden werden kann, sollten Sie sie regelmäßig mit einem speziellen Kantenstecher abstechen. Diese Arbeit ist jeweils nach ungefähr acht Wochen erforderlich, ganz nach Wetterlage. Dadurch wird auch das Rasenkanten schneiden erleichtert und es entsteht ein harmonisches Bild im Garten.

8. Mit Rasenkantensteinen die Pflanzen und Blumen schützen

Mit sogenannten Rasenkantensteinen, häufig auch als Mähsteine bezeichnet, verhindern Sie das das Gras an der Kante zu hoch wird. Zudem schützen Sie auch die Pflanzen und Blumen im Beet, da sie als eine Art Abgrenzung fungieren. Dadurch sehen viele Rasenkantensteine auch hübsch aus und werten den Garten auf.

9. Rasenkanten schneiden unabhängig vom Rasenmähen

Auch wenn Sie den Rasen gerade nicht schneiden müssen, sollten Sie regelmäßig die Rasenkanten schneiden. Hierbei kann Ihnen ein Trimmer oder eine Motorsense behilflich sein. Bleiben anschließend noch einige Grashalme stehen, entfernen Sie diese ganz einfach mit der Grasschere. Wenn Sie diese Arbeit regelmäßig durchführen, sieht die Kante immer schön gepflegt aus.

10. Nur scharfes Werkzeug verwenden

Egal, welches Werkzeug zum Rasenkanten schneiden verwenden, es sollte immer scharf und gut gepflegt sein. Mit einer stumpfen Schere oder einem stumpfen Faden können Sie nicht das gewünschte Ergebnis erreichen. Kontrollieren Sie daher vor jeder Verwendung, in welchem Zustand sich die Werkzeuge befinden. Die Messer und Klingen sollten Sie regelmäßig ölen, damit sie stets einsatzbereit sind.

Rasenkantensteine

Oben wurde bereits auf die Rasenkantensteine, die auch als Mähsteine bezeichnet werden, eingegangen. Sie sorgen für ein ordentliches Bild und verhindern das Wuchern des Rasens. Haben Sie sie einmal richtig gesetzt, verhindern Sie das das Gras unkontrolliert über die Kante bis ins Beet wächst. Daher sollten Sie alle Rasenflächen in Ihrem Garten mit solchen Rasenkantensteinen einfassen. Diese haben auch den Vorteil, dass sie die Blumen und restlichen Pflanzen vor dem Mäher oder dem Trimmer schützen. Mähsteine gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen und aus diversen Materialien, wie zum Beispiel aus Metall, Edelstahl, Holz oder Kunststoff.

Rasenkanten aus Metall

Rasenkanten aus Metall werden immer beliebter. Denn die recht dünnen Profile sind zwar kaum zu sehen, erfüllen aber zuverlässig ihren Zweck. Denn die bilden eine undurchdringliche Grenze, die das Gras davon abhält sich auszubreiten. Mähkanten aus Aluminium sind zudem auch sehr flexibel und können daher auch zur Einfassung ungleichmäßiger Rasenflächen verwendet werden. Je nach Hersteller sind sie zwischen zehn und dreißig Zentimetern breit und können als breite Variante unter anderem auch leichte Höhenunterschied ausgleichen. Teilweise können die Profile vor der Verlegung auch noch miteinander verschraubt werden und sind daher noch dichter.

Spezielle Erdarbeiten sind hierfür nicht erforderlich. Vielmehr müssen Sie sie nur mit einem Hammer in die Erde schlagen und ganz nach Ihren Wünschen ausrichten.

Bei sehr harten Untergründen mit Bauschutt oder Wurzeln macht es Sinn, die Kante zuvor erst noch mit einem Spaten vorzustechen.

Einige Hersteller bieten zum optimalen Ausrichten der Metallprofile spezielle Fixierstäbe an. Mit diesen können Sie die Rasenkantensteine theoretisch auch alleine einbringen. Zu zweit geht diese Arbeit aber deutlich schneller.

Schlagen Sie sie vorsichtig mit einem Kunststoffhammer in die Kante und achten Sie dabei darauf, dass die einzelnen Steine anschließend ungefähr gleich tief sind. Alternativ können Sie ein Stück Holz als Unterlage verwenden. Dadurch müssen Sie nicht direkt auf die Oberkante hämmern und verhindern, dass die Zinkbeschichtung beschädigt wird. Würde das passieren, könnten die Mähsteine aus Stahl mit der Zeit unter Umständen rosten.

Rasenkanten aus Kunststoff

Rasenkantensteine können nicht nur aus Metall, sondern auch aus Kunststoff oder Gummi bestehen. Nicht selten werden diese aus recyceltem Material gefertigt und sind daher auch deutlich günstiger. Sie werden als sogenannte Einfassungsbänder als fünf oder zehn Meter Rollen angeboten und können unterschiedlich breit sein. Der Einbau einer Rasenkante aus Gummi beziehungsweise aus Kunststoff ist allerdings ein wenig aufwendiger als Modelle aus Stahl, da sie deutlich weicher sind und nicht ohne Weiteres mit einem Hammer in die Erde geschlagen werden können.

Graben Sie mit einem Spaten eine ausreichend tiefe Rille aus und setzen Sie sie die Rolle außen an. Denn rollen Sie sie langsam ab und achten Sie darauf, dass die Streifen etwas überlappen. Dadurch bleibt kein Spalt zurück, durch den der Rasen nach oben gelangen könnte. Wichtig ist auch, dass Sie die Kunststoff- und Gummikanten immer tief genug setzen, damit sie nicht versehentlich vom Rasenmäher oder vom Trimmer erfasst werden. Zudem sollten Sie sie den Rasen trotzdem auch immer Mal wieder etwas nachschneiden. Denn es kann immer Mal sein, dass dieser sich trotz Rasenkante einen Weg nach oben sucht.

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