Wenn Sie Ihren Rasen richtig bewässern, ist ein gesundes und schönes Grün Ihr Lohn. Sofern Sie sich an einige Vorgehensweisen halten, ist es auch für Ihren Garten kein Problem, schon bald in einem gepflegten und bezaubernden Erscheinungsbild zu erstrahlen. In unserem Ratgeber erhalten Sie dazu wichtige Informationen rund um die Rasenbewässerung.

Warum bewässern?

Wenn der Rasen erst bewässert wird, wenn dieser deutlich trocken erscheint, handelt man schon zu spät

Es gibt einige gute Gründe, warum es von Bedeutung ist, den Rasen regelmäßig zu bewässern. Diese können Sie im Folgenden einsehen.

  • Im Sommer verdunsten an einem Tag bis zu vier Liter Wasser im Garten – und das pro Quadratmeter der Rasenfläche. Das Gras wurzelt dabei eher flach (15 Zentimeter tiefe Wurzeln), sodass aus der tieferen und feuchteren Erde nicht genug Wasser aufgenommen werden kann. Dadurch wird der Boden sandig und das einst satte Grün wird welk und trocknet aus, solange die Rasenfläche nicht bewässert wird.
  • Ein welker Rasen erscheint nicht sehr schön. Und sobald der Rasen verdorrt, macht sich zu allem Überfluss auch noch Unkraut breit, denn es gibt so manches Unkraut, das sich bei trockener Erde wohler fühlt, als Gras. Dieses Unkraut entzieht dem Gras dann das restliche Wasser.
  • Sofern der Rasen erst bewässert wird, wenn dieser deutlich trocken erscheint und Schäden aufweist, handelt man zu spät. Denn dann sind die Blätter und Halme bereits zu beschädigt und können nicht mehr gerettet werden. Empfehlenswert ist es, den Rasen spätestens dann zu bewässern, wenn diese schlaff und stumpf erscheinen.

Der richtige Zeitpunkt

Damit Sie einen sattgrünen Garten erhalten, ist die Bewässerung allein nicht ausreichend. Der richtige Zeitpunkt zur Bewässerung ist vielmehr von Bedeutung. Außerdem sollten Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bodenart ebenfalls beachtet werden. Da Gras über recht kurze Wurzeln verfügt, können aus dem Boden die Wasserreserven nicht unbegrenzt aufgenommen werden.

Wenn nun ein Rasen sich lediglich mit dem Wasser durch Regen begnügen soll, entsteht schnell eine trockene Wildwiese. Den Regner oder Sprenger nutzen viele Hobbygärtner erst dann, wenn erste Trockenschäden an dem Rasen bemerkbar werden. Dieses Vorgehen ist jedoch nicht richtig und deutlich zu spät. Vielmehr sollten Sie den Rasen dann bewässern, wenn erste Halme vom Gras schlaff werden.

Die Wassermenge

Zu geringe Wassermengen können häufig ein weiterer Grund dafür sein, dass Trockenschäden am Rasen zunehmen. Allerdings kommt es vor allem auf die Bodenart an, wie viel Wasser eine Grasfläche braucht.

Lockere Sandböden benötigen pro Woche etwa 3 mal 10 bis 15 Liter Wasser je Quadratmeter. Feste Ton- oder Lehmböden hingegen sollten pro Woche lediglich einmal mit 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter bewässert werden.

Die Häufigkeit der Bewässerung

Sie sollten die Grünfläche entweder vormittags oder am Abend sprengen

Muss man den Rasen morgens oder abends bewässern? Der Zeitpunkt der Bewässerung ist in trockenen Sommermonaten bedeutsam. Falls Sie den Rasen in der Mittagshitze bewässern, verdunstet dieses Wasser, bevor es tiefer in die Erde gelangt. Daher sollten Sie die Grünfläche entweder vormittags oder am Abend sprengen. Dabei ist vor allem der Morgen empfehlenswert, denn dadurch verdunstet überschüssiges Wasser während dem Tag, was Schimmelbildung verhindert.

Womöglich fragen Sie sich noch: Wie lange Rasen bewässern? Die Häufigkeit, den Rasen zu bewässern ist nicht ausschlaggebend. Wenn Sie die Grasfläche jeden Tag lediglich ein wenig bewässern, gelangt das Wasser kaum zu den Wurzeln. Daher sollten Sie den Rasen nicht häufig bewässern, dafür aber ausreichend Wasser aufwenden. Dabei hängt es auch von der Bodenart und Bodenbeschaffenheit ab, wie häufig und wie lange Sie den Rasen sprengen.

Zudem können Sie leicht prüfen, ob Ihr Rasen erneut Wasser braucht: Sie brauchen nur den Rasen zu betreten und prüfen dann, ob die Grashalme sich wieder aufrichten. Falls dies nicht der Fall ist, sollte der Rasen wieder bewässert werden.

Geräte zur Bewässerung

Sie müssen viel Zeit und Mühe aufwenden, sofern Sie den Rasen mit dem Gartenschlauch oder der Gießkanne bewässern. Bei kleineren Flächen ist das zwar möglich, doch für größere Rasenflächen werden andere Geräte notwendig. Dabei ist der Sprenger besonders empfehlenswert, denn dieser sprenkelt die Grünfläche gleichmäßig und mit ausreichend Wasser. Zudem müssen Sie keine eigene Arbeit investieren, denn der Sprenger erledigt die Bewässerung selbst.

Für den heimischen Garten gibt es zwei Varianten der Sprenger: Der Schwenkregner eignet sich für quadratische Flächen und der Impuls-Sprenger kann einen vollen Kreis oder lediglich einen Winkel bewässern.

Falls Sie eine automatische Bewässerungsanlage in Ihren Garten einbauen wollen, sollten Sie mit einem größeren Kostenaufwand rechnen. Mit einer Bewässerungsanlage können Sie jedoch individuell den Schwenkwinkel und die Streubreite einstellen. Dadurch geht kein Wasser verloren.

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